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WARNUNG: Wenn
Du selbst von Migräne betroffen oder ein an Migräneinfos ernsthaft
interessierter Nichtmigräniker bist, dann sei herzlich Willkommen auf
dieser Seite! Wenn Du aber zu den Vielen gehörst, für die Migräne
nichts Ernstzunehmendes ist, dann klicke bitte schnellstens weiter und
lies diese Seite auf gar keinen Fall - damit Du hinterher nicht sagen
kannst, ich hätte Dich verärgert oder gar beleidigt!
"Der Migräne-Schmerz ist vergleichbar mit dem Schmerz bei einer Entbindung."
(Dr. Anne Christine Poole, selbst betroffene
Mutter und Ärztin, Gründerin des 'Sjolyst
Medical Centre Oslo', auf einer Migränekonferenz
in Rom im Jahre 2005)
Migräne: Du bist immer "auf dem Sprung".
Hochgradig aufmerksam. Reagierst schneller und intensiver als andere.
Arbeitest schneller, sorgfältiger und genauer. Die Ursache dafür liegt
in Deinem Gehirn. Es steht ständig unter "Hochspannung", "voll unter
Dampf". Es funktioniert anders, effektiver im Vergleich zu
Nichtmigränikern. Dies lässt sich durch EEG-Messungen belegen:
Wird das Gehirn von Nichtmigränikern
einer Folge von monotonen Reizen (akustisch, optisch, olfaktorisch,
haptisch etc.) ausgesetzt, dann schwächt die Filterwirkung des
limbischen Systems diese Reize bis hin zur nur noch unterbewussten
Wahrnehmung ab. Bei dem an Migräne Erkrankten, dem Migräniker, tritt
aufgrund der anders funktionierenden Reizverarbeitung im Gehirn ein
genau gegenteiliger Effekt ein. Als Ursache für die abweichende
Gehirnfunktion wird eine genetisch bedingte Disposition vermutet, denn
Migräne tritt nachweislich familiär gehäuft auf. 70 % der Betroffenen
sind Frauen, was darauf hinweist, daß die vermutete genetische Ursache
irgendwo auf einem X-Chromosom zu suchen ist.
Migräne: Dein Gehirn arbeitet intensiver und schneller. Äußere Reize
(so genannte Triggerfaktoren) in zu langer, zu intensiver oder zu
schneller Folge sind der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Solche Reize können Stress, Wetterwechsel, Langeweile, Lichtreflexe,
bestimmte Nahrungsmittel, Abweichungen im Schlafrhythmus, das
Ignorieren von biologischen Rhythmen u. a. sein. Die Folge der
Reizüberflutung: Auszeit - Migräneanfall. Es beginnt unmerklich.
Unerklärlicher Hunger, vielleicht nur auf Süßes. Möglicherweise eine
fast schon euphorisch zu nennende Stimmung. Harndrang. Abnormale
Müdigkeit. Heftiger Durst. Leichte Verwirrung oder
Konzentrationsprobleme. Unbegründetes Schwitzen. Irgend so etwas.
Anzeichen, die den Migräneanfall bereits ankündigen, die bereits
dazu gehören, die aber im Stress des Alltags auch übersehen werden oder
gar nicht gesehen werden wollen - weil man "nicht schon wieder"
ausfallen will. Durch die sowieso schon erhöhte Gehirnaktivität plus
Triggerfaktoren gerät das hormonelle Gleichgewicht des Gehirns aus den
Fugen. Botenstoffe wie das "Glückshormon" Serotonin werden in zu kurzer
Zeit und in zu großer Menge freigesetzt, um die Reizverarbeitung zu
optimieren. Doch es sind zu viele. Die übermäßige Freisetzung tritt
nämlich auch bei einer Vergiftung auf. Und genau als Solche wird das
dann vom Körper fehlinterpretiert. Abwehrreaktionen gegen die
vermeintliche Intoxikation werden in Gang gesetzt, eine ganze Kaskade.
Das vermeintliche Gift muß wieder raus aus dem Körper, so schnell wie
möglich. Erbrechen und häufiges Wasserlassen. Grenzenlose Übelkeit.
Vielleicht auch noch Durchfall, obgleich selten. Die Verdauungsorgane
spielen verrückt, weil die körpereigenen Schutzreflexe ins Leere
laufen. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen
Seite ist da nämlich immer noch das "Zuviel" an freigesetzten Hormonen.
Dadurch werden die Hirnzellen übererregt. Ihre Elektrolytvorräte (die
ja die eigentliche Nervenimpulsweiterleitung durchführen) erschöpfen
sich, so dass die Zellen nach einem ersten "wilden Feuern" in einen
lethargischen Zustand verfallen. Weil sie leergepumpt sind. Die durch das "wilde Feuern"
verursachten Nervenimpulse sind nichts weiter als ein kräftiger
Stromfluss. Der ist messbar und breitet sich mit einer Geschwindigkeit
von 3-5mm/Min. über die Großhirnrinde - den Cortex - einer Kopfhälfte aus. Man bezeichnet das auch als
"SD" oder "Spreading Depolarization" (= sich ausbreitende Entladung). Dieser
Stromfluss macht eine normale Reizverarbeitung unmöglich - einfach schon
dadurch, weil die Impulse stärker sind und die üblichen Nervenimpulse
überdecken: Gehirn unter Strom. Weil sie auch die betroffenen Zellen entladen und dadurch lahmlegen. Das betrifft das Sehen ebenso wie das Hören oder die räumliche Vorstellung. Von "Klassischer Migräne" Betroffene nehmen das zunächst als Aura wahr: Eine ganz massive Sehstörung, welche normale Tätigkeiten
unmöglich macht. Weil man nichts mehr sieht - stattdessen nur gezackte
Lichtblitze und Farbkleckse.
Normalerweise braucht die SD 20-60
Minuten, um eine Hirnhälfte zu durchqueren. Da der Strom aber nicht wie
in einem metallenen Leiter, sondern vielmehr wie in einer Batterie
durch gelöste Ionen transportiert wird, entzieht die SD den
benachbarten Zellen die zum Weiterleiten des Stroms erforderlichen
Elektrolyte, allen voran das Kalium und das Magnesium. An deren Stelle drängen Natrium-
und Kalziumchlorid hinein, was die Zellen versalzen lässt, wodurch sie auf
170 Prozent ihres Ursprungsvolumens anschwellen. Sie lechzen nach Wasser.
Ist man es gewohnt, immer sehr viel Flüssigkeit (mindestens 3-4 Liter täglich) zu sich zu nehmen, dann
wird dieser Effekt gemildert. Aber man muss auch häufig die Toilette aufsuchen
und wird eben dadurch zur Zielscheibe des Spottes von mental unterbelichteten gewissen Mitmenschen.
Der Elektrolytmangel aktiviert die Schmerzrezeptoren und setzt gleichzeitig Entzündungsbotenstoffe
frei. Letztere verursachen in den Blutgefäßen und in der Hirnhaut eine
neurogene Entzündung (ähnlich einer durch Mikroorganismen
hervorgerufenen Hirnhautentzündung), durch die sich die Blutgefäße
weiten. Im Stammhirn führt das zu einer Art von "Fehlprogrammierung"
des limbischen Systems: Es funktioniert nicht mehr wie ein Filter, um
nebensächliche Reize wie etwa das Ticken einer Uhr auszublenden,
sondern es verstärkt sie sogar. Hypersensibilität, unerträglich
verstärkte Lärm-, Licht- und Geruchsreize sind die Folge.
Parallel dazu erfährt man über die Kombination von erregten Schmerzrezeptoren und
neurogener Entzündung den sich langsam aber unaufhaltsam steigernden
Migränekopfschmerz, den unerträglichen "Dampfhammer" im Kopf, der
erbärmlichen Schwindel mit sich bringt und der sich über eine Art von
"Tunnelblick" bis hin zur Bewusstlosigkeit verstärken kann. Erst -
quasi als Warnung - ein paar goldgelb-bernsteinfarbene Lichtblitze und
dreieckige sowie runde Punkte oder aber sich umeinander ringelnde,
schwärzlich-spiralige Gebilde irgendwo im Gesichtsfeld. Ein Flimmern
vor dem Auge, gerade so, als ob man einen undeutlichen Vollmond sähe.
Dann die Aura. Dann der Schmerz. Lieber sterben, als den Schmerz
noch mal ertragen zu müssen. Selbst das wird beim akuten Anfall zur
echten Alternative. Man steht neben sich, könnte vor Schmerzen
schreien, will nur noch in Ruhe gelassen werden. Mikropsie und
Makropsie. Die aus verschiedenen Blickwinkeln der beiden Augen
gesehenen Bildebenen verschieben sich gegeneinander, sind nicht mehr
zur Deckung zu bringen. Normale Tätigkeiten sind nicht mehr möglich -
nur weg, weg von allem, hinlegen in einem ruhigen, dunklen Zimmer. Mit
einem Eimer neben dem Bett. Das Gehirn braucht etliche Stunden bis hin
zu mehreren Tagen, um diese aus dem Ruder gelaufenen Vorgänge wieder
einzuregeln. Von außen sieht man dabei nichts. Außer vielleicht einer
wächsernen Blässe der betroffenen Person.
Migräne: Einem Migräniker sieht man nicht an, was da durchgemacht wird.
Erich Kästner schrieb darüber: "Migräne sind Kopfschmerzen, auch wenn
man gar keine hat." Also Einbildung... So etwas bekommen doch höchstens
hypochondrische Frauen in schlechten B-Movies... Diese rest- und
hirnlos ignorante Auffassung herrscht leider auch heute noch bei den
meisten uninformiert-selbstgefälligen Nichtmigränikern vor: Ignorante
Idioten aller Länder vereinigt Euch! Wenn man nichts mehr sieht und
alle Sinnesreize nicht mehr vernünftig verarbeitet werden können, dann
kann man auch nicht mehr arbeiten. In Folge fallen Migräniker häufiger
auf der Arbeitsstelle aus, erhalten deswegen ihre Kündigung.
Krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit wird von einigen
ignorant-selbstgefälligen-Yellow-Press-gebildeten Idioten als
Arbeitsverweigerung ausgelegt, wobei die geflissentlich auch übersehen,
dass dafür in Zeiten der Anwesenheit ein sehr viel höheres Pensum
bewältigt wird. 10-15 % der Bevölkerung sind betroffen und nach
Untersuchungen der Uni Bayreuth im Jahre 2005 gehen die dadurch
verursachten Verluste jedes Jahr in die Milliarden Euro. Jeder normal
denkende Mensch müsste daher zu dem Schluss kommen, dass man da seitens
des öffentlichen Gesundheitswesens und seitens der Politik etwas
unternehmen sollte. Nur scheinen die normal denkenden Menschen langsam
aber sicher zu einer Minderheit zu werden.
Migräne: Das ist Hohn und Spott; das ist praktizierte
Zwei-Klassen-Medizin; das ist Diskriminierung und fehlende
Lebensqualität. Alles gleichzeitig. Hohn und Spott: Du hast vielleicht
schon rausbekommen, was bei Dir persönlich Migräne triggert. Rotwein,
Zartbitterschokolade, Rote Beete, Kohlenhydrate oder sowas. Folglich
machst Du um derartige Lebensmittel freiwillig einen großen Bogen. Man
muss es ja nicht provozieren. Dann bist Du irgendwo zum Essen eingeladen
und da gibt's genau das, was für Dich reines Gift ist. Du nimmst nichts
davon und musst Dir deswegen saublöde Bemerkungen anhören. Wenn Du was
sagst und Deine Haltung zu begründen versuchst, dann bekommst Du
vielleicht süffisant lächelnd sogar noch zu hören "Seit wann ist
Migräne eine Krankheit?". Du könntest in dem Moment solchen Leuten ins
Gesicht springen, wünscht Dir nichts sehnlicher, als dass die das auch
mal durchmachen müssen. Andere - vor allem dann, wenn sie selbst nicht
betroffen sind - wissen eben immer alles besser. Wie der Eunuch, der
zwar genau weiß, wie's geht, aber nicht kann. Sagst Du was, dann ist
der Streit vorprogrammiert. Du kannst solche Leute nicht überzeugen,
denn gegen Dummheit kämpfen bekannterweise ja Götter selbst vergebens.
Problematisch ist nur, dass sich diese ignorante Dämlichkeit
mittlerweile auch in der Gesundheitspolitik fortsetzt. Ein
prophylaktisch durchaus wirksames Mittel wie Pestwurz-Extrakt
(Handelsname Petadolex) zahlst Du selbst; die Krankenkasse übernimmt
nichts. Aber versuch mal als Hartz-IV-Empfänger, alle drei Wochen 60
Euro für sowas locker zu machen, vor allem dann, wenn es Dir der Arzt
nicht verschreibt ... Eine Alternative wäre Johanniskraut. Aber da in
diesem Fall gravierende Unterschiede zwischen handelsüblichen
Präparaten und einem wirklich wirksamen Medikament bestehen, bist Du
gezwungen, das sogar selbst anzufertigen. Muss natürlich auch aus
eigener Tasche bezahlt werden. Aber unabhängig von einer eventuellen
Prophylaxe - irgendwann erwischt es Dich wieder und Du musst einen
akuten Anfall bekämpfen. Das kannst Du recht preiswert und erfolgreich
mit einigen pflanzlichen Mitteln machen. Aber die sind durchweg
illegal; fallen unter Drogengesetzgebungen.
Rezeptfreie Schmerzmittel
bringen - wenn überhaupt! - erst in Mengen etwas, die Dir in absehbarer
Zeit Nieren, Magen und Leber ruinieren. Also zum Arzt. Der könnte Dir
Triptane verschreiben ... ... könnte, wenn die nicht so schweineteuer
wären! Ein Arzt, der Dir keine Triptane verschreibt, macht sich der
unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Na und?!? Nützt Dir das etwa
irgendwas? Willst Du deswegen etwa den Arzt verklagen? Falls ja - wie
hast Du's eigentlich geschafft, bis heute zu überleben??? Also hörst Du
auf die Empfehlungen anderer, den Arzt zu wechseln. Der nächste
Halbgott-in-Weiß gesteht Dir pro Vierteljahr zwei Triptan-Sprays zu,
Kosten pro Behandlung ungefähr 15 € - und natürlich wieder aus eigener
Tasche. Brauchen würdest Du die zwei Behandlungen aber monatlich und da
sprechen jetzt auf einmal finanzielle Gründe seitens des Arztes
dagegen; er hat ja nur ein begrenztes Budget. Was jetzt?
Wieder ein
Arztwechsel? In der Stadt vielleicht. Auf dem Lande hast Du die
Arschkarte gezogen, denn wo solltest Du auch noch hingehen? Deine
Lebensqualität geht zum Teufel. Soziale Kontakte, Veranstaltungen, der
Ausflug mit der Familie - nichts lässt sich mehr planen, wenn ständig
mit dem nächsten, nicht behandelbaren Migräneanfall gerechnet werden
muss. Und wenn Du versuchen solltest, die Migräne als Behinderung
anerkennen zu lassen und wenn das wider Erwarten tatsächlich klappen
sollte, dann reicht's gerade dafür, dass Du nie wieder einen Job finden
wirst. Doch Migräne gibt es weltweit. Auch im Ausland. Und da gibt's
noch andere Medikamente, u. a. welche, die wirksam sind. Ergo besorgst
Du Dir das von dort, bspw. per Internet und setzt auf (durchaus
gefährliche) Selbstmedikation. Und machst Dich u. U. dadurch strafbar.
Damit ist es aber nur eine reine Zeitfrage, bis Du irgendwann mal
erwischt wirst. Krank, Lebensqualität im Arsch, sozial ausgegrenzt,
arbeitslos und obendrein durch dieses genial-ignorante System auch noch
kriminalisiert. Uiih - toll, was wir doch für einen Sozialstaat haben!
Migräne: Letzten Endes bist Du immer auf Selbsthilfe angewiesen. Hilf
Dir selbst, sonst hilft Dir keiner. Ich habe seit über 40 Jahren
Migräne und weiß verdammt genau, wovon ich rede. Als Migräniker wirst
Du automatisch zur Zielscheibe skrupelloser Geschäftemacher und
Quacksalber. Die angebotenen und völlig unwirksamen Verfahren reichen
von ritueller Beschwörung über obskure Mittelchen bis hin zum völlig
überflüssigen chirugischen Eingriff. Aber Migräne ist nicht heilbar.
Doch Du kannst (vielleicht) selbst etwas tun, um die Anzahl und die
Stärke der Anfälle zu verringern. Mir jedenfalls hat das geholfen. Und exakt darum geht's hier. Es gibt
Hinweise darauf, dass es sich bei Migräne um einen im Verlauf der
humanen Evolution nach und nach degenerierten und ursprünglich sogar
(über)lebensnotwendigen Mechanismus handeln könnte. Damit befassen sich
die Seiten dieses Kapitels, welches z. T. in enger Zusammenarbeit mit
Ärzten, welche im Migränebereich forschen, entstanden ist.
Nichtsdestotrotz gibt dieses Kapitel nur meine ganz persönliche Meinung
wieder. Inwieweit die richtig oder gar übertragbar ist, weiß ich
nicht. Und das erwartet Dich:
Über Migräne: Die Themen dieser Migräneseite
sind meine Erfahrungen mit Anfallsverläufen, mit Ärzten, mit den
Reaktionen der "lieben" Mitmenschen, mit Krankenkassen und
Pharmaindustrie und mit Behandlungsmethoden. Einiges - vielleicht sogar
vieles davon - wird Dir als Migräniker bekannt vorkommen. Du erfährst
hier auch etwas über das Führen eines Migränetagebuchs, denn Letzteres
stellt den Schlüssel zu allen folgenden Ausführungen dar - und auch zur
Behandlung.
Hypothese: Die nächste Migräneseite beschäftigt
sich mit dem "Warum" in Bezug auf Migräne. Migräne wird hier als eine
entwicklungsgeschichtlich entstandene und außer Kontrolle geratene,
biologische "Alarmanlage" betrachtet, welche sich vereinfacht durch ein
elektronisches Schaltungsmodell repräsentieren lässt. Es wird versucht,
dieses elektronische Modell auf die Biochemie zu übertragen.
Behandlungsansatz: Auf der Seite
findest Du - basierend auf der Alarmanlagen-Hypothese und auf dem
Migränetagebuch - ein Softwareverfahren, welches durch die
Tagebuchauswertung helfen kann, die ganz individuellen Migräneauslöser
dingfest zu machen - mit dem Ziel, diese zukünftig vermeiden zu können
(soweit möglich).
Mathematik: Nachdem nun schon die Schulmedizin
mit ihren herkömmlichen Methoden keine Lösung zum Thema Migräne
anzubieten hat, folgt die vorletzte Migräneseite einem gänzlich anderen
Ansatz, welcher mehr oder weniger durch Zufall gefunden wurde. Migräne
wird hier nämlich nicht als Erkrankung im herkömmlichen Sinne, sondern
vielmehr ganzheitlich als komplexes dynamisches System, welches sich am
Computer simulieren lässt, betrachtet. Dies eröffnet interessante
Behandlungsperspektiven - sowohl für die Vorbeugung wie auch für die
Aktubehandlung.
Modell: Auf der letzten Migräneseite schließlich
werden alle vorausgegangenen Ausführungen im Einklang mit zahlreichen
Migräneerfahrungen (nicht nur meinerseits) zu einem einheitlichen
Modell zusammengefasst. Dieses Modell lässt eine eindeutige
Differenzierung zwischen Kopfschmerz und Migräne nicht mehr zu -
vielmehr scheinen beide nur unterschiedliche Ausprägungen der gleichen
Ursache zu sein, wobei die Art der Ausprägung individuell
unterschiedlich ist - je nachdem, wie die "Alarmanlage" eingestellt
ist. Interessanterweise spielen die sogenannten Trigger (Auslöser)
dabei im Migränegeschehen nur noch eine eher untergeordnete Rolle, was
eine zweigleisige Behandlung impliziert: Einmal ganzheitlich prophylaktisch
und auf der anderen Seite die möglichst sparsame Akutbehandlung. Bei der
Letzteren richtet sich die Art der Medikation nach dem geeignetsten
Zeitpunkt. Die Chronobiologie lässt grüßen!
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