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Mein Migräne-Kopfschmerz-Modell

Auf den vier vorausgegangenen Seiten habe ich einiges über Migräne (und auf der vorherigen Seite auch über Kopfschmerz) gesagt: Anfallsverläufe, Alarmanlagenhypothese, etwaige Behandlungsmöglichkeiten und mathematische Betrachtung. Das alles zusammen entstammt einer eher ganzheitlichen Betrachtungsweise und ob es richtig ist, wissen weder ich noch die Schulmedizin. Gegenbeweise, welche das Gesagte widerlegen könnten, sind mir allerdings auch nicht bekannt - und so lasse ich das Ganze jetzt in mein Kopfschmerz-/ Migräne-Modell münden, welches ich als Denkanstoß verstanden wissen möchte. Vielleicht führt ja irgendwer unvoreingenommen mal irgendwann Untersuchungen oder Forschungen auf dieser Basis durch - da bleibt dann zumindest die Hoffnung, dass es für die Betroffenen eventuell mal besser wird.
      Zum Modell selbst: Die Grundüberlegungen sind Folgende - Migräne kann ganz ausbleiben. Oder permanent vorhanden sein. Oder periodisch auftreten. Oder einen unvorhersehbar "erwischen". Hat man erst mal Migräne gehabt, dann kommt sie auch wieder. Aber es muss nicht immer gleich Migräne sein - auch "normaler" Kopfschmerz kann auftreten. Über die Stärke des Schmerzes lässt sich im Vorfeld nie etwas sagen - man weiß einfach nicht, wie sich der Anfall noch entwickeln wird. Alle diese Zustände sind mathematisch beschreibbar, wenn man eine einfache, rekursive und nichtlineare Formel zugrunde legt und dabei berücksichtigt, dass belastende Faktoren hier einen entscheidenden Einfluss ausüben können. Kopfschmerzfeld
      Trägt man nun den Grad der Belastung gegen die Stärke der Migräneanfälle auf, dann erhält man ein Diagramm, welches ich mal als "Kopfschmerzfeld" betiteln möchte. In diesem Diagramm gibt es Bereiche ohne Kopfschmerz/ Migräne (grün) und Bereiche mit Migräne (blau). Und es gibt Bereiche, für die zwar die o. e. und auf Migräne abzielende Formel keine Resultate zu liefern vermag, in denen aber durchaus auch Kopfschmerzen auftreten können (rot).
      Die Übergänge zwischen allen diesen Bereichen sind nicht "scharf" und daher ist es auch nicht möglich, immer und zuverlässig zwischen Migräne und Kopfschmerz differenzieren zu können. Vielmehr scheinen beide miteinander verwandt zu sein und mal überwiegt das eine, mal das andere.
      Fakt ist aber, dass gemäß der zugrunde gelegten mathematischen Beziehung die "eigentliche" Migräne nur dann ausgebildet werden kann, wenn dafür eine entsprechende Anfangsbedingung vorhanden ist - andernfalls bildet sich "nur" Kopfschmerz aus. Diese Anfangsbedingung könnte durchaus in der Alarmanlagenhypothese zu suchen sein, in einer genetisch oder entwicklungsgeschichtlich bedingten Disposition: Einmal Migräniker, immer Migräniker - vgl. die durch Studien belegte familiäre Häufung!
      Ich habe in zig verschiedenen Quellen recherchiert - die Migränehäufigkeit in der Bevölkerung wird ziemlich einheitlich mit 8-12%, also im Mittel mit 10%, angegeben. Die Angaben zur Dunkelziffer hingegen schwanken je nach Quelle zwischen 20 und 50%, wobei im letzteren Fall darauf hingewiesen worden ist, dass da auch andere Kopfschmerzformen mit "drin" sein könnten. Bleiben wir also vorsichtig bei den 20% Dunkelziffer. Zusammen mit den mittleren 10% Migränikern macht das 30%. Setzt man nun mein berechnetes "Kopfschmerzfeld" mit 100% der Bevölkerung gleich und planimetriert es, dann macht der Migränebereich ziemlich genau 29% der Bevölkerung aus - Zufall??? Oder ein Beleg für die Anwendbarkeit der mathematischen Simulation?
      Die Migräne bildet sich - so denn die Anfangsbedingung (die "Bereitschaft") dafür vorliegt - in unterschiedlicher Stärke aus. Über die Stärke lässt sich - wie schon erwähnt - keine Aussage machen. Anders hingegen sieht es mit der Häufigkeit aus: Hier gibt es eine eindeutige Korrelation mit der Stärke der ganz persönlichen, individuellen Belastung. Immer dann, wenn die hoch genug ist, dann häufen sich auch unterschiedlich starke Migräneanfälle und eigentlich können auch nur dann die immer wieder vielbeschworenen Trigger (Auslöser) wirklich zum Tragen kommen. Das Ganze erinnert daher an ein ohnehin schon volles Fass, bei dem irgendein Tropfen zuviel den Überlauf (also den Migräneanfall) auslöst:

Fassgrafik

      Dabei kommt es auf den Tropfen eigentlich gar nicht mehr an - viel wichtiger wäre es, das Fass irgendwo anzubohren, um den Überlauf zu verhindern. Oder, anders ausgedrückt: Wer seine Migräne verringern will, sollte unbedingt versuchen, seine ganz eigenen Belastungen "herunterzufahren".
      Belastungen aber kommen in sehr vielfältiger Form daher - in wesentlich mehr Formen, als sich medizinisch beeinflussen lässt. Gegen sozialen Druck, das Wetter oder Arbeitsstress muss zwangsläufig auch der beste Arzt machtlos sein. Eine Migränekur kann aber immerhin den Weg weisen, um die eigenen Lebensumstände so zu beeinflussen bzw. umzustellen, dass man seine ganz persönliche, ideale Lösung findet. Und insofern haben getreu dem Motto "Wer heilt, hat recht" auch Kuren, welche die Psyche betreffen, bei dieser organischen Erkrankung durchaus auch heute noch ihre Berechtigung. Ergänzt werden muss das dann noch um eine möglichst sparsame Akutbehandlung - der Patient muss lernen, mit dem Medikament umzugehen.





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