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Vorschlag für einen Behandlungsansatz

Wenn Du unter "Behandlung" bei der Migräne kein Herumkurieren an den Symptomen, sondern vielmehr eine Möglichkeit zur Verringerung und zur Verminderung verstehst, dann habe ich einen Vorschlag für Dich - einen Vorschlag, den ich im Verlauf vieler Jahre (und im Vergleich zu meinem früheren "status migraenicus") recht erfolgreich angewandt habe. Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieser Vorschlag ersetzt keine Akutbehandlung! Und nicht, daß mich jetzt irgend jemand falsch versteht: Ich behaupte nicht, dass das folgende Verfahren die absolute Heilslehre oder das Wundermittel schlechthin ist. So etwas gibt es bei Migräne nicht und wird es wohl auch niemals geben! Aber da ich selbst mehr oder weniger erfolgreich damit war, könnte es vielleicht bei dem einen oder dem anderen auch funktionieren; einen Versuch ist es daher allemal wert. Soviel erst mal vorab zur Klarstellung.
      Die Grundüberlegung bei meinem Verfahren ist die Folgende: Wenn Migräne - wie die Alarmanlagen-Hypothese besagt - durch viele verschiedene Einflüsse hervorgerufen wird, dann könnte es doch auch sein, dass die Summe aller dieser Einflüsse den Ausschlag gibt - und dass jeder einzelne Einfluss für sich alleine über die Beeinflussung des Hormonhaushalts (noch) keinen Anfall auslöst und irgendwann alle zusammen "das Fass zum Überlaufen" bringen. Falls das zutrifft, dann müsste es doch auch möglich sein, durch Vermeidung einzelner Einflüsse und durch Abhärtung gegen andere Faktoren einerseits die Summe zu verringern und andererseits die "Auslöseschwelle" höher zu legen. Diese "Auslöseschwelle" wird von Mensch zu Mensch verschieden sein und wahrscheinlich auch entsprechend der individuellen Situation von Zeit zu Zeit mehr oder weniger schwanken - sie muss also "hoch genug" gelegt werden. Ich setze dabei voraus, dass in allen den Fällen, in denen vermeintlich ein Auslöser allein die Migräne verursacht die zwangsläufig beteiligten anderen Trigger dem oder der Betroffenen einfach nur noch nicht bekannt sind. Trigger-Tabelle
      Jetzt aber zum Vorschlag selbst. Der ist im Grunde ganz trivial. Erst mal die Grundlagen: Ich gehe davon aus, daaa Du ein Migränetagebuch führst und dass da sowohl potenzielle Auslöser wie auch die Häufigkeit und die Stärke der Migräneanfälle drin verzeichnet sind. Welche Form Du für das Migränetagebuch gewählt hast, ist dabei völlig unerheblich. Du kannst sowohl die von mir unter "Über Migräne" vorgeschlagene Kladde benutzen wie auch eine EDV-basierende Lösung wie bspw. eine Notiverwaltung, Freitextdatenbank oder was auch immer. Wichtig ist nur, dass da jeden Tag (also unabhängig vom Migränegeschehen) Einträge drin gemacht werden und dass diese Einträge alles beinhalten, was auch nächste Woche noch wichtig sein könnte: Angaben zum Essen, zum Wetter, zu psychischen Belastungen, zu Medikamenten, sonstige Auffälligkeiten etc. Wie weit Du das ausformulierst oder in Stichworten ablegst, ist Deine Sache. Ferner setze ich voraus, dass für die Stärke der Migräneanfälle meine unter "Über Migräne" angeführte "0...5"-Skala verwendet wird.
      Dieses Migränetagebuch wird nun permanent - d. h. täglich - bis zu drei Tagen zurück ausgewertet. Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass (zumindest bei mir) ein Auslöser zeitlich maximal 5 Tage vor dem Anfall vorhanden gewesen sein kann, aber bereits nach 2 Tagen drastisch an Einfluß verliert, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, alles wirklich Relevante binnen des 3-Tage-Zeitraums auch zu erfassen. Das Ziel der Auswertung besteht darin, mögliche Auslöser zu analysieren, um auf dieser Basis idealerweise eine Vorhersage darüber machen zu können, wann bzw. unter welchen Voraussetzungen mit dem nächsten Anfall zu rechnen ist. Dann nämlich kann man sich hinsichtlich seiner Lebensumstände und hinsichtlich der Medikation darauf einstellen, was einerseits den Medikamentenkonsum drastisch reduziert und was andererseits eventuell bewirken könnte, durch Vermeidung von beispielsweise zusätzlich erforderlichen Stressfaktoren unter der Auslöseschwelle zu bleiben. Die Grundzüge der Auswertung habe ich ja bereits unter "Über Migräne" dargestellt. Nun ist das dortige Verfahren aber sehr aufwendig. Daher suchte ich nach einer einfacheren und praktikableren Möglichkeit. Diese besteht aus einem kleinen Tabellenkalkulations-Programm (150kB-Archiv), welches ich Dir gratis zur Verfügung stelle (es wäre allerdings schön, wenn Du mir Deine Erfahrungen damit mitteilen würdest). Hier Download (150 kB)
      Die Software setzt Windows ab '95 und Excel ab '97 sowie einen Web-Browser voraus (Excel läuft nur unter Windows und der Browser dient zur Anzeige der im Programm eingebauten Online-Hilfe, welche in Form von HTML-Dateien vorliegt). Detailliertere Infos liefert die Nur-Text-Datei LIESDIES!.txt im Archiv MIGRAINE.ZIP.
      Die Software ist ein zwar programmtechnisch funktionelles, nichtsdestotrotz jedoch auch experimentelles Programm, welches dazu dienen soll, die individuell verschiedenen Migräne-Auslöser aufzufinden und ihren Einfluss auf die Migräneentstehung zu visualisieren - wodurch sich bereits eine Art von vielleicht durchaus sinnvollem "Feedback" ergibt. Migräneverlauf Die Software ist insofern experimentell, als dass sie einerseits keine eigene Benutzeroberfläche für Veränderungen und Anpassungen (z. B. das Einfügen von Zeilen u. ä.) aufweist, sondern dass dazu die Funktionen der Tabellenkalkulation verwendet werden müssen und dass andererseits nicht sichergestellt ist, dass auf diese Weise auch wirklich alle Auslöser ausfindig gemacht werden können - es ist eben ein Vorschlag und ein Versuch. In der vorliegenden Form und angesichts seines experimentellen Charakters ist das Programm für die Erfassung eines Monats ausgelegt. Für einen neuen Monat muss daher auch eine neue Datei angelegt werden. Das Programm enthält zum besseren Verständnis bereits einige Beispieleinträge, welche im Rahmen der Anwendung natürlich zu überschreiben bzw. zu löschen sind.
      Das Programm ist frei von Makros (daher die Kompatibilität) und besteht aus 9 miteinander verknüpften Tabellen. Der Umgang damit ist bewusst sehr einfach gehalten worden und wird programmintern mittels der eingebauten Online-Hilfe erläutert. Die Software beinhaltet eingabeseitig einen Migränekalender und eine (erweiterungsfähige) Tabelle mit potenziellen Auslösern:
      Der Verlauf des Migränegeschehens wird grafisch dargestellt und gestattet so Rückschlüsse hinsichtlich einer etwaigen Periodizität - was für die Medikation von Bedeutung sein kann.
      Über die Häufigkeit der Auslösernennungen sowie über den zeitlichen Versatz ihres Einwirkens "filtert" die Tabellenkalkulation alle die Faktoren aus, die zu einer Migräne-auslösenden Grundbelastung führen können. Auslöserverteilung
      Über die Balkengrafik lässt sich daher feststellen, ob die Migräne einer bestimmten Periodizität (Stichworte "Wochenendmigräne" oder "Menstruationsprobleme") folgt und ob bzw. wie sich die Stärke der Migräneanfälle verändert. Die Tortengrafik ergänzt dies durch die Darstellung der zugrunde liegenden, wahrscheinlichen Auslöser. Sind nun die Migräne-auslösenden Einflüsse erst einmal bekannt, dann kann man auch daran gehen, sie zu vermindern oder zu vermeiden (z. B. indem man auf die "innere Stimme" hört, die einem eine Abneigung gegen bestimmte Umstände oder Lebensmittel mitteilt). Dies ist die Verminderungs-/Vermeidungs-Schiene. Ergänzt wird sie durch die Abhärtung. Was ich unter Abhärtung verstehe, will ich mal an einem Beispiel deutlich machen. Ich kenne einige Pollen-Allergiker, die sich jedes Jahr ihre "Anti-Allergie-Spritze" abholen und die dann zwar keinen Heuschnupfen mehr bekommen, hingegen aber unter den (z. T. schweren) Nebenwirkungen der Spritze zu leiden haben. Einigen davon habe ich im Gespräch mal ein Uralt-Hausmittel empfohlen: Im Winter (wenn also keine Pollenbelastung vorliegt) einfach mal einen Teelöffel Blütenpollen zu essen und abzuwarten, was passiert. Wenn nichts passiert, dann - im Winter - weiter jede Woche einen Löffel Pollen zu sich nehmen. Erfolg der Versuche: Bei den betreffenden Personen blieb im Sommer darauf (aber nicht in den Jahren danach nach dem Absetzen der Pollen) der Heuschupfen aus - auch ohne Spritze! Ich kann mir gut vorstellen, daß es bei Migräne sehr ähnlich funktionieren könnte.
      Wenn die von der Software ausgegebenen Grafiken also "keine Gefahr" anzeigen, dann könnte man sich ganz gezielt in geringem (!!!) Umfang einem der individuellen Auslöser aussetzen - Rotwein, Schokolade etc. Wenn nichts passiert: Wiederholen, solange es möglich ist. Der Körper ist lernfähig, er wird sich nach und nach daran gewöhnen. Damit ist zumindest dieser Auslöser dann erledigt und man kann den nächsten angehen. Damit erhöht sich zwangsläufig die Auslöseschwelle: Es kommt zur Abhärtung. Das kann - zugegebenermaßen - in eine ziemliche Pferdekur ausarten, wenn man nicht aufpasst. Und es dauert lange. Aber es funktioniert, wie ich am eigenen Leibe erfahren habe. Vielleicht auch bei Dir?





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