Eckhard Freuwört
Böse Hexen gibt es nicht
Versuch einer interdisziplinären Betrachtung des Hexenwesens
- Gab es die "böse Hexe" aus dem Märchen wirklich - oder ist das nur ein Zerrbild?
- Auf welche Kernaussagen können entsprechende Märchen und Sagen zurückgeführt werden?
- Was waren und sind typische Hexenmittel?
- Was hat es mit den Ritualen und Zaubersprüchen auf sich?
- Welche Rolle spielen konkurrierende Religionen?
- Warum erfahren Naturreligionen heute einen starken Zulauf?
- Was steckt aus pharmazeutisch-chemischer Sicht hinter den Hexenmitteln?
ISBN 3-8334-3183-0
Books on Demand Norderstedt
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Das vorliegende, "moderne" Hexen-Buch setzt ein Puzzle zusammen - ein
Puzzle, welches aus vielen und normalerweise isoliert betrachteten oder
ignorierten Fakten der Bereiche Chemie, Medizin, Ethnologie,
Psychologie, Historie, Religion, Botanik, Pharmazie, Archäologie,
Soziologie usw. besteht. Daraus ergibt sich ein neues, ein modernes Bild
des Hexenwesens. Ein Bild, welches so gar nicht zu dem Vorurteil der
"bösen Hexe" zu passen scheint. Vielmehr zeigt sich, dass die frühen
Hexen wohl noch am treffendsten als naturreligiöse Heilerinnen zu
betrachten sind - entstanden aus einer typischen
Jäger-und-Sammler-Kultur, bei der die Frauen durch das Sammeln von
(primär Nahrungs-) Pflanzen ein unwahrscheinliches Wissen über die
Wirkungen von Naturstoffen angehäuft hatten. Im Zuge der
Zwangschristianisierung wurden die Hexen dann diffamiert und getötet -
hingen sie doch einer konkurrierenden Religion an! Dies führte zu einer
Art von "Riss" in unserer Kultur. Einen "Riss", durch den
althergebrachte spirituelle Verhaltensweisen verschwanden. In diese
Lücke stossen heute östlich geprägte Meditationstechniken, da die
betreffenden Kulturen einen vergleichbaren "Riss" nicht aufweisen. Eine
besondere Rolle bei dem Wirken der Hexen spielt der Einsatz von
Naturstoffen - Pflanzen, Wachse, Minerale und auch Tiere, häufig
psychoaktiv. Anhand teils uralter überlieferter Rezepturen wird
exemplarisch erläutert, wie und wozu die Hexen solche Substanzen
eingesetzt haben könnten und welche pharmazeutisch-chemischen Grundlagen
dahinter stecken. Dieses Sachbuch steht nicht im Widerspruch zur
offiziellen Geschichtsschreibung, schließt aber eine Menge von Lücken.
Lücken, welche durch Weglassungen entstanden sind. Es ist schon
bemerkenswert: Der ehemalige Methodistenpater John Marco Allegro näherte
sich der Thematik in den Siebzigern seitens der Philologie, der
hamburger Ethnologe Dr. Christian Rätsch in den Neunzigern seitens der
Ethnologie und Pharmazie und Eckhard Freuwört aktuell seitens
Archäologie, Biologie und Chemie. Und alle kommen zu den gleichen
Schlüssen, nämlich daß
- die Naturreligionen am Anfang standen und daher als Vorläufer der heutigen Religionen zu betrachten sind,
- diese Naturreligionen standardmäßig auf Naturstoffe zurückgriffen,
- das Wissen um diese Naturstoffe nur einigen Wenigen vorbehalten war,
- der Einsatz solcher Stoffe im Rahmen von rituellen Beschwörungen primär für Heilzwecke erfolgte,
- viele der Naturstoffe psychoaktiv waren,
- ein solches Wissen außerhalb der gerade herrschenden Obrigkeit gar nicht gern gesehen war.
Das Buch ist allerdings kein wissenschaftliches Werk, denn der Autor
beobachtet nicht nur, sondern er interpretiert auch, und zwar ganz
bewusst. Zum Inhalt:
- Einleitung
- Zeittafel: Früher und Heute
- Die Aufgaben einer Hagazussa
- Rituale, Zaubersprüche und der Placebo-Effekt
- Verbreitete "Hexen"-Naturstoffe und ihre Wirkungen
- Hexen heute
- Hexenlaboratorium Küche?
- Schlusswort
- Danksagung
- Verwendete Quellen
Einem Teil dieses Buches liegen überlieferte volksmedizinische und
experimentell wiederentdeckte Rezepte zugrunde.
 
Eckhard Freuwört, geb. 1958, legt nach vielen wissenschaftlichen Beiträgen in verschiedenen Fachzeitschriften und nach "Vernetzte Sinne - Über Synästhesie und Verhalten"
nun sein zweites Buch vor. Diesmal geht es um eine Minderheit, die
aktuell starken Zulauf erfährt und die mit Vorurteilen und
Diffamierungen zu kämpfen hat. Dieses Buch korrigiert das Bild des per
Vorurteil pauschal abgelehnten Hexenwesens und weist auf die
Unterschiede zwischen Naturreligionen und Sekten hin. Der Autor möchte
den Leser damit hinsichtlich der Überprüfung vorgefasster Meinungen
nachdenklich machen.
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