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Cover: Böse Hexen gibt es nicht Eckhard Freuwört

Böse Hexen gibt es nicht

Versuch einer interdisziplinären Betrachtung des Hexenwesens

  • Gab es die "böse Hexe" aus dem Märchen wirklich - oder ist das nur ein Zerrbild?
  • Auf welche Kernaussagen können entsprechende Märchen und Sagen zurückgeführt werden?
  • Was waren und sind typische Hexenmittel?
  • Was hat es mit den Ritualen und Zaubersprüchen auf sich?
  • Welche Rolle spielen konkurrierende Religionen?
  • Warum erfahren Naturreligionen heute einen starken Zulauf?
  • Was steckt aus pharmazeutisch-chemischer Sicht hinter den Hexenmitteln?


ISBN 3-8334-3183-0
Books on Demand Norderstedt
Paperback; 216 S.; 14,80 €
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Das vorliegende, "moderne" Hexen-Buch setzt ein Puzzle zusammen - ein Puzzle, welches aus vielen und normalerweise isoliert betrachteten oder ignorierten Fakten der Bereiche Chemie, Medizin, Ethnologie, Psychologie, Historie, Religion, Botanik, Pharmazie, Archäologie, Soziologie usw. besteht. Daraus ergibt sich ein neues, ein modernes Bild des Hexenwesens. Ein Bild, welches so gar nicht zu dem Vorurteil der "bösen Hexe" zu passen scheint. Vielmehr zeigt sich, dass die frühen Hexen wohl noch am treffendsten als naturreligiöse Heilerinnen zu betrachten sind - entstanden aus einer typischen Jäger-und-Sammler-Kultur, bei der die Frauen durch das Sammeln von (primär Nahrungs-) Pflanzen ein unwahrscheinliches Wissen über die Wirkungen von Naturstoffen angehäuft hatten. Im Zuge der Zwangschristianisierung wurden die Hexen dann diffamiert und getötet - hingen sie doch einer konkurrierenden Religion an! Dies führte zu einer Art von "Riss" in unserer Kultur. Einen "Riss", durch den althergebrachte spirituelle Verhaltensweisen verschwanden. In diese Lücke stossen heute östlich geprägte Meditationstechniken, da die betreffenden Kulturen einen vergleichbaren "Riss" nicht aufweisen. Eine besondere Rolle bei dem Wirken der Hexen spielt der Einsatz von Naturstoffen - Pflanzen, Wachse, Minerale und auch Tiere, häufig psychoaktiv. Anhand teils uralter überlieferter Rezepturen wird exemplarisch erläutert, wie und wozu die Hexen solche Substanzen eingesetzt haben könnten und welche pharmazeutisch-chemischen Grundlagen dahinter stecken. Dieses Sachbuch steht nicht im Widerspruch zur offiziellen Geschichtsschreibung, schließt aber eine Menge von Lücken. Lücken, welche durch Weglassungen entstanden sind. Es ist schon bemerkenswert: Der ehemalige Methodistenpater John Marco Allegro näherte sich der Thematik in den Siebzigern seitens der Philologie, der hamburger Ethnologe Dr. Christian Rätsch in den Neunzigern seitens der Ethnologie und Pharmazie und Eckhard Freuwört aktuell seitens Archäologie, Biologie und Chemie. Und alle kommen zu den gleichen Schlüssen, nämlich daß

  • die Naturreligionen am Anfang standen und daher als Vorläufer der heutigen Religionen zu betrachten sind,
  • diese Naturreligionen standardmäßig auf Naturstoffe zurückgriffen,
  • das Wissen um diese Naturstoffe nur einigen Wenigen vorbehalten war,
  • der Einsatz solcher Stoffe im Rahmen von rituellen Beschwörungen primär für Heilzwecke erfolgte,
  • viele der Naturstoffe psychoaktiv waren,
  • ein solches Wissen außerhalb der gerade herrschenden Obrigkeit gar nicht gern gesehen war.

Das Buch ist allerdings kein wissenschaftliches Werk, denn der Autor beobachtet nicht nur, sondern er interpretiert auch, und zwar ganz bewusst. Zum Inhalt:

  • Einleitung
  • Zeittafel: Früher und Heute
  • Die Aufgaben einer Hagazussa
  • Rituale, Zaubersprüche und der Placebo-Effekt
  • Verbreitete "Hexen"-Naturstoffe und ihre Wirkungen
  • Hexen heute
  • Hexenlaboratorium Küche?
  • Schlusswort
  • Danksagung
  • Verwendete Quellen

Einem Teil dieses Buches liegen überlieferte volksmedizinische und experimentell wiederentdeckte Rezepte zugrunde.

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Eckhard Freuwört, geb. 1958, legt nach vielen wissenschaftlichen Beiträgen in verschiedenen Fachzeitschriften und nach "Vernetzte Sinne - Über Synästhesie und Verhalten" nun sein zweites Buch vor. Diesmal geht es um eine Minderheit, die aktuell starken Zulauf erfährt und die mit Vorurteilen und Diffamierungen zu kämpfen hat. Dieses Buch korrigiert das Bild des per Vorurteil pauschal abgelehnten Hexenwesens und weist auf die Unterschiede zwischen Naturreligionen und Sekten hin. Der Autor möchte den Leser damit hinsichtlich der Überprüfung vorgefasster Meinungen nachdenklich machen.