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Redox-Rechner

Umwelt-Messtechnik ist Mode. Inzwischen gibt es auf dem Gebiet auch für Otto Normalverbraucher ein paar ganz brauchbare elektronische Geräte, mit denen man den pH-Wert und auch das Redoxpotenzial ziemlich exakt messen kann (z. B. bei Conrad). Solche Geräte - auch wenn sie nicht ganz billig sind - eignen sich hervorragend für's Aquarium, sofern man dem Fakt Rechnung trägt, dass die Messung (da das Wasser sich aufgrund von biologisch bedingter Sauerstoffzehrung sehr schnell verändert) bei 25ºC und unmittelbar nach der Probenahme (besser direkt im Becken) zu erfolgen hat. Gerade über das Redoxpotenzial ist es sehr leicht möglich, Aussagen über den Belastungszustand des Wassers zu machen. Die Redoxskala reicht von -1400 mV bis zu +1400 mV. Als Faustregel gilt, dass zwischen pH 6 und 8 ein Redoxpotential zwischen +250 mV und +350 mV das Optimum für Fische und Pflanzen darstellt. Bei kleineren Werten überwiegt die Faulung und höhere Werte weisen auf aggressives Wasser (z. B. durch Chlorung, Ozonisierung etc.) hin.

eH-Skala


      Nach der Beziehung "rH = 2*pH + (2*eH)/59,1" wird der Redoxwert errechnet, wobei

rH Redoxwert [ ]
eH (gemessenes) Redoxpotenzial [mV]
pH (gemessener) pH-Wert [ ]


      Der Redoxwert gestattet besser noch als das Redoxpotenzial allein Aufschluss darüber, welche Wasserqualität vorliegt - denn er ist das beinahe schon perfekte Maß für Faulungsprozesse. Optimale rH-Werte für ein Aquarium sind (wie ich durch zahllose Gewässergüteuntersuchungen über viele Jahre hinweg feststellen konnte) der Bereich zwischen rH 20 und rH 28. Die entsprechende Berechnung nimmt Dir der folgende Online-Rechner ab - Messen hingegen musst Du hingegen schon selbst (bitte beachten: Das Dezimalkomma muss als Punkt eingegeben werden):

Gemessenes Redoxpotenzial: [mV]
Gemessener pH-Wert: [ ]



Der Redoxwert beträgt .




     
Fisch

Pflanze
Allerdings sollte man bei der ganzen Messerei eines nicht vergessen - sowohl die Fische wie auch die Pflanzen zeigen Dir schon sehr frühzeitig, ob mit dem Aquarium alles in Ordnung ist. Die Messerei kann immer nur der zweite Schritt sein - nämlich um festzustellen, wo eventuell ein Fehler vorliegt. Die Messung des Redoxwertes ist für Dich auch immer dann von Vorteil, wenn Du einen Urlaub vor hast und das Becken gezwungenermaßen sich selbst überlassen musst. Fährst Du beim Vorliegen eines indifferenten Redoxsystems in den Urlaub, dann hast Du große Chancen, dass das Wasser nach Deiner Rückkehr umgekippt ist - weil die von Dir beauftragte Person bspw. zuviel gefüttert hat. Beginnst Du den Urlaub hingegen, während im Aquarium ein oxidatives System vorherrscht, dann ist das Wasser belastbar und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass nichts passiert.
      Und vielleicht noch als abschließende Bemerkung: Der häufiger in Bausch und Bogen verdammte Zusatz von Nutzbakterienkulturen ("Nutrafin Cycle" oder so etwas ...) ist bei mehr oder weniger sterilem Wasser gar nicht mal so verkehrt. Zumindest werden dadurch - wie ich selbst feststellen konnte - sowohl die Einfahrphase verkürzt und auch der Nitritpeak abgemildert. Bei reduzierenden Systemen hingegen braucht man das Zeug wirklich nicht - da haben die Nutzbakterien kaum eine Chance. Anders bei indifferenten Systemen - hier können sie nämlich zum "Zünglein an der Waage" werden.
      Für Interessierte: Die o. a. Gleichung zur Berechnung des Redoxsystems nebst der Interpretation derartiger Systeme entstammt "Franz Pöpel: Lehrbuch für Abwassertechnik und Gewässerschutz" (Verlag: Müller Jur.Vlg.C.F.).





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