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Wasserwechsel-Rechner



Eines meiner Aquarien ...

Wasserwechsel-Rechner- was soll der Quatsch?!? Wenn Du das unverschämte Glück hast, Leitungswasser für Dein Aquarium direkt verwenden zu können, dann sei froh! Dieses Glück hatte ich nämlich nie. Einmal war das Wasser so hart, dass man beim Duschen einen Sturzhelm brauchte, um sich nicht den Kopf anzustoßen und ein andernmal kam Mineralwasser aus der Leitung. Beides ist nicht gerade sonderlich gesundheitsfördernd für das Viehzeug.

      Was bleibt also übrig? Das Wasser muss entsprechend den Wasserwerten zusammen gemischt werden. Testsätze zum Prüfen gibt's im Fachhandel. Besonders interessant sind dabei natürlich Gesamthärte (GH), Karbonathärte (KH) und Nitritgehalt (NO2-). So ausgerüstet kannst Du nun verschiedene Quellen in der Umgebung durchchecken. Falls Du gefiltertes und klares, ungefärbtes (!) Regenwasser zur Verfügung hast, dann nimm für die obigen Werte überall Null an - das stimmt zwar nicht ganz, reicht als Näherung aber völlig aus. Trübes oder verfärbtes Regenwasser dagegen deutet auf Verunreinigungen hin - in solchen Fällen musst Du u. U. mit erheblichen Nitrit-Gehalten rechnen; möglicherweise kannst Du das Regenwasser dann gar nicht mehr verwenden. Ein Tipp dazu: Lass es erstmal ein paar Stunden regnen, bevor Du das Wasser auffängst. Dann ist nämlich der meiste Dreck schon mal aus der Luft rausgewaschen. Und: Schneide in den Deckel der Regentonne ein Loch, so dass da ein Wasserpflanzen-Pflanzkorb (gibt es im Baumarkt) bündig rein passt. Den Korb kleidest Du mit einem alten, sauberen Lappen aus (Lappen mit Gummiring befestigen) und da lässt Du das Wasser durchlaufen - der (fast) perfekte und vor allem auch billigste Filter!

      Kommen wir jetzt mal zum Mischen und nehmen erstmal den einfachsten Fall an - Du willst eine vorhandene Konzentration durch einen Wasserwechsel mit Regenwasser verringern. Die Faustformel dafür lautet

AV = ( C - S ) * V / C      mit
AV: Auszutauschendes Volumen [l]
V: Volumen des Beckens [l]
C: Istkonzentration im Aquarium [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]
S: Gewünschte Sollkonzentration im Aquarium [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]

     Rechenbeispiel gefällig? Na, dann los! Mal angenommen, Du hast ein 128l-Becken, warst ein paar Tage auf Tour und die Turmdeckelschnecken haben Deine Abwesenheit dazu genutzt, den Filter durch Verstopfung derart außer Funktion zu setzen, dass Dir der Nitrit-Gehalt weggelaufen ist. Der liegt jetzt bei 0,4 mg/l. Du willst aber durch Verdünnung mit Regenwasser auf wenigstens 0,15 mg/l kommen, weil Deine Otocinclus schon daneben liegen. Dann musst Du

AV = ( 0,4 - 0,15 ) * 128 / 0,4 = 80 l

     also etwa zwei Drittel, gegen Regenwasser austauschen. Verdammte Eimerschlepperei ... Das Eimerschleppen kann ich Dir nicht abnehmen - aber die Rechnerei. Dabei bitte beachten: Das Dezimalkomma muss als Punkt eingegeben werden:

Beckenvolumen: Liter
Stoffkonzentration im Becken: [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]
Gewünschte Stoffkonzentration nach Wasserwechsel: [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]



Es müssen l Aquarienwasser gegen Regenwasser ausgetauscht werden.


      Soweit der einfache Teil. Was ist jetzt aber, wenn Du anstelle von Regenwasser beispielsweise Quellwasser verwenden willst? Dann muss die obige Formel geändert und erweitert werden:
AV = ( S - C ) * V / ( AC - C)      mit
AV: Auszutauschendes Volumen [l]
V: Volumen des Beckens [l]
C: Istkonzentration im Aquarium [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]
AC: Istkonzentration im Frischwasser [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]
S: Gewünschte Sollkonzentration im Aquarium [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]

     Auch dazu ein Rechenbeispiel: Angenommen, Du hast sehr weiches Wasser mit einer KH von 1 ºdH. Dann läufst Du - beispielsweise beim Zusatz eines Mittels gegen Ichthyo - Gefahr, dass Dir der pH-Wert nach unten wegläuft, weil die Pufferung nicht da ist. Deswegen willst Du jetzt Dein 200l-Becken aufhärten und Du kannst auf Quellwasser mit 17 ºdH zurückgreifen. Du willst eine Karbonathärte von 4 ºdH erreichen. Damit ergibt sich:

AV = ( 4 - 1 ) * 200 / ( 17 - 1) = 37,5 l

     also etwa 40 Liter Aquarienwasser, die Du durch das Quellwasser ersetzen musst. Auch hierzu biete ich Dir einen Online-Rechner an. Dabei bitte wieder beachten: Das Dezimalkomma muss als Punkt eingegeben werden:

Beckenvolumen: Liter
Stoffkonzentration im Becken: [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]
Gewünschte Stoffkonzentration nach Wasserwechsel: [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]
Stoffkonzentration im Frischwasser: [z. B. mg/l NO2-; ºdH usw.]



Es müssen l Aquarienwasser gegen Frischwasser ausgetauscht werden.


      Du kannst die letztgenannte Formel - die genau wie die erste Berechnung zwar der chemischen Verfahrenstechnik entstammt, sich nichtsdestotrotz aber sehr gut auf das Aquarium anwenden lässt (man muss eben manchmal etwas "um die Ecke" denken können) - sowohl zum Verdünnen wie auch zum Aufhärten einsetzen. Gerade was das Aufhärten betrifft, da ist erfahrungsgemäß das Verschneiden verschiedener Wasserarten wesentlich einfacher zu bewerkstelligen und auch schonender für die Tiere als die immer wieder in der Literatur zu findende Fummelei mit Pulverzusätzen von Kalk oder Backpulver!
      Ein abschließender Tipp: Schütte das gewechselte Wasser nicht einfach weg. Nimm es zum Gießen Deiner Zimmer- und Balkonpflanzen. Sie werden es Dir danken. Es gibt nichts Besseres! Und falls Du die Möglichkeit haben solltest, die Luftwurzeln von Philodendron oder von Aralien ins Becken hängen zu lassen, dann tu das! Diese Pflanzen sind die besten Filter. Hinreichend große Exemplare davon bekommst Du aber nicht in der Gärtnerei, sondern vielmehr in der Gartenabteilung des Baumarktes.







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